Nordrhein-Westfälische Jahrgangsmeisterschaften 2017 in Dortmund

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Alles oder nichts - so hart sind die 50-Meter-Sprintstrecken im Schwimmsport. Wenn es perfekt läuft, springt am Ende eine top Zeit heraus, wenn es schlecht läuft, findet man sich eher im hinteren Teil des Klassements wieder. Letzteres passierte am Samstag auch der TVE-Schwimmerin Hannah Grabbe bei den NRW-Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund.

Qualifiziert hatte sie sich Anfang April in Warendorf. Dort hatte sie ihre bisherige Bestzeit über 50 Meter Brust um mehr als drei Sekunden verbessert und damit knapp die geforderte Pflichtzeit (0:39,40 Minuten) unterboten. Ein ähnlich perfekter Start wäre in Dortmund nötig gewesen, um sich im Mittelfeld platzieren zu können.

Und ausgerechnet der Startsprung war es, der eine erneute Bestzeit verhinderte. Gerade auf den Sprintstrecken kommt es darauf an, mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit ins Wasser zu kommen. Zwar gibt es in Dortmund die sogenannten Fina-Startblöcke, die einen besonders effektiven Start erlauben, doch die begrenzten Trainingsmöglichkeiten verhinderten, diesen Vorteil voll ausnutzen zu können. Trotzdem gab Hannah bis zum Anschlag alles und belegte in 0:40,03 Minuten Platz 21 im Jahrgang 2004.

So richtig zufrieden war sie nach ihrem Rennen nicht, doch die geschwommene Zeit war die zweitschnellste ihrer Karriere. Und wenn der Start beim nächsten Mal klappt, ist auch eine neue Bestzeit möglich.

von Jan Kleimeier
07.05.2017